Ausgrabungen

In Zusammenarbeit mit dem Museum Milet wurden in Sommer 2012 Ausgrabungen in der beim antiken Anlandungshafens von Didyma (Panormos) lokalisierten Nekropole durchgeführt.

Grab 4, mit Miniaturgefäße

Für die Nekropole von Panormos können einige wichtige Beobachtungen bereits jetzt getroffen werden: es lässt sich kein verbindliches Bestattungsschema feststellen. Nachgewiesen sind sowohl Körperbestattungen im Boden oder in Gefäßen (Pithoi, Amphoren, Hydrien), als auch Brandbestattungen. Verschiedentlich wurden ein oder mehrere Miniaturgefäße beigegeben. Darüber hinaus scheinen auch grobe Waren wie Kochtöpfe zur regulären Ausstattung der Gräber gehört zu haben.

Zur Herkunft der Toten, ihrem Alter und ihrer gesundheitlichen Verfassung sollen anthropologische Untersuchungen sowie Strontiumisotopenanalysen (s. Physische Anthropologie) nähere Auskunft geben, denn gerade hier – im unmittelbaren Umfeld eines Hafens sowie des international frequentierten Heiligtums von Didyma – stellt sich die Frage nach der Zusammensetzung der in Panormos bestatteten Bevölkerung in besonderem Maße.

Eine erste Durchsicht der gefundenen Keramik ergibt einen Belegungszeitraum von der Mitte des 7. Jh. bis in das späte 6. Jh. v. Chr. Neben lokal hergestellten Gefäßen finden sich eine ganze Reihe von Importen aus Etrurien, Korinth, Athen aber auch Ägypten und Zypern.

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( A. Slawisch • 15 Feb 2013)
A. Slawisch, 2013. Projekt Panormos: Ausgrabungen; 15 Feb 2013. <http://www.panormos.de/pp/de/ausgrabungen/> accessed 17 Dec 2017.